Flirten
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Körpersprache
Vielleicht haben Sie schon mal diesen Ausspruch gehört: „Man kann nicht nicht kommunizieren“. Damit ist folgendes gemeint: auch wenn wir nichts sagen, wir uns nicht durch Worte mitteilen, verrät unser Körper doch, was wir denken und fühlen. Die meisten Menschen wissen nicht einmal, dass sie nonverbal kommunizieren und schon gar nicht, was sie dabei aussagen. Dabei drücken wir meist sogar mehr aus, als uns eigentlich lieb ist: verschränkte Arme und übergeschlagene Beine sind zum Beispiel deutliche Zeichen von Ablehnung.
Unbewusst drückt unser Körper auch beim Flirten aus, was wir denken und fühlen. Der Flirtpartner ist sympathisch und macht Sie neugierig? Dann lächeln Sie wahrscheinlich, Ihre Pupillen weiten sich, Ihre Haut ist besser durchblutet und rosig. Sie finden Ihren Flirtpartner plötzlich langweilig, weil er stundenlange Monologe hält oder überhaupt nichts zu sagen hat? Dann beobachten Sie mal Ihre eigene Reaktion: automatisch nimmt Ihr Körper eine Abwehrhaltung ein, Arme und Beine werden verschränkt.
Manchmal verrät unser Körper auch unsere Absichten, wenn wir sie eigentlich nicht immer deutlich zeigen wollen. Er kann aber auch unser Verbündeter sein. Wer sich etwas mit Körpersprache beschäftigt, das Einmaleins der Körpersprache lernt, kann zum Beispiel das Verhalten seines Flirtpartners besser verstehen. Dabei sollten Sie beachten, dass Männer und Frauen anders flirten.
Wenn Ihr Flirtpartner Arme und Beine verschränkt, sich etwas von Ihnen entfernt, seinen Blick im Raum schweifen lässt oder das Gesicht Bände spricht, zeugt das nicht unbedingt von einem erfolgreichen Flirt. Zu den positiven Flirtsignalen zählen ein offenes, freundliches Lächeln und Blickkontakt. Offenheit und Entgegenkommen werden durch eine offene Haltung, also zum Beispiel offene Handflächen, signalisiert. Auch das vollständige Zuwenden des Oberkörpers ist ein gutes Zeichen für Interesse an einem Flirt. Ein leicht seitlich geneigter Kopf hat vor allem auf Männer eine positive, anregende Wirkung. Bei Männern und bei Frauen verfehlen autoerotische Berührungen, beispielsweise ein Streicheln am Hals, am Hemdkragen oder über die Schenkel, in der Regel nicht ihre Wirkung.
Mars und Venus
Neben dem biologischen Unterschied ticken Männer und Frauen anders, das hat sich mittlerweile ja herumgesprochen. Aber nicht nur was Emotionen, Haushalt und Kinofilme angeht unterscheiden sie sich zum Teil enorm. Auch das Flirtverhalten von Männern und Frauen ist teilweise recht verschieden. Stoff genug für jede Menge Missverständnisse.
Männer machen sich vor einer ersten Verabredung zum Beispiel lange nicht so viele Gedanken wie Frauen. Sie stehen in der Regel nicht stundenlang vorm Kleiderschrank, gehen nicht extra zur Kosmetikerin, kaufen sich keine neuen Klamotten, weil der Kleiderschrank plötzlich nur noch Unmögliches enthält. Sie machen sich fertig, waschen sich, rasieren sich, putzen sich die Zähne, gut.
Übrigens: Männer geben sich zwar mittlerweile Mühe, ihre Blicke nicht allzu eindeutig auf das Dekolleté oder den Po einer Flirtpartnerin zu heften, ganz können sie dieses reflexartige Verhalten aber nicht steuern. Die Blicke eines Mannes sind also nach wie vor verräterisch. Ebenfalls typisch Mann: wenn er einer Frau imponieren will, zeigt er das auch körperlich. Er baut sich auf, Beine breit, Brust raus, am besten noch Arme im Nacken verschränken. Wenn er sich ihr auch noch mit dem Oberkörper nähert, ist das ein beinahe untrügliches Zeichen für ernsthaftes Interesse.
Frauen dagegen fühlen sich gerade von dieser letzten Geste oft bedrängt und weichen instinktiv zurück, was Männer als Ablehnung interpretieren. Dafür legen Frauen häufig, bewusst und unbewusst, den Kopf leicht zur Seite. In der Tierwelt wäre das eine Unterwerfungsgeste, bei den Menschen bedeutet es einfach: ich vertraue dir und öffne mich dir.
Aber nicht nur das Verhalten von Männern und Frauen kann sich zum Teil recht deutlich unterscheiden. Auch was und wie sie etwas sagen ist geschlechtsspezifisch unterschiedlich. Frauen streben auch in Gesprächen eher Harmonie an. Sie neigen eher zu Rückzug und Meidung eines Themas. Männer sind da anders: gerade die (spielerische und humorvolle) Konfrontation mit unliebsamen Themen findet man in Männercliquen häufig. Für Männer ist das so eine Art Freundschaftsritual. Ein ebenso humorvolles Kontra ist die wahrscheinlich einzig richtige Möglichkeit, mit so einem Verhalten umzugehen.
Flirt-Treffpunkte
Flirten kann man überall, wo sich Menschen aufhalten, wo sie sich treffen. Egal ob im Supermarkt oder auf der Straße, im Café oder bei der Arbeit. Unter den vielen potenziellen Flirtorten gibt es sogar richtige Flirt-Paradiese. Wer dorthin kommt, macht allein schon durch sein Erscheinen deutlich: ich bin auf der Suche nach einem (Flirt-)Partner. Gleichgesinnte treffen sich untereinander, was den Beginn eines Gesprächs durchaus erleichtern kann. Schließlich weiß man definitiv: der Andere befindet sich ebenfalls auf der Suche.
Treffpunkt und Anlaufstelle Nummer eins für Singles sind wahrscheinlich immer noch die Singlebörsen, gefolgt von Chats per Internet oder SMS. Auch Partnervermittlungen und Dating-Events können durchaus dazu beitragen, dass das Single-Leben ein Ende findet. Zu all diesen Anlaufstellen finden Sie auf den nächsten Seiten einige Hinweise und Verhaltenstipps. Außerdem erfahren Sie auch, wo und warum sich im Alltag so prima flirten lässt.
Singlebörsen
Viele Menschen genieren sich immer noch ein bisschen zuzugeben, dass sie in Singlebörsen Aussicht nach einem geeigneten Flirtpartner halten. Dabei sind sie auf der Suche nach einem Partner, möglicherweise dem Partner fürs Leben, nicht allein. Millionen von Singles nutzen zum Beispiel Singlebörsen, um einfach und unkompliziert in Kontakt mit anderen Singles treten zu können. Die Auswahl an Börsen ist groß und zum Teil auch recht unübersichtlich. Man unterscheidet sie zum Beispiel grob nach Online und Offline Singlebörsen.
Online Singlebörsen können kostenfrei sein, müssen sie aber nicht. Im Prinzip funktionieren sie nach dem altbekannten Prinzip Kontaktanzeige: wer aktiv suchen möchte, kann ein Profil anlegen, in dem alles Wichtige zur Person (Alter, Geschlecht, Hobbies, Interessen…) steht. Passiv Suchende durchforsten in der Regel das Online-Angebot nach passenden Profilen und somit Partnern. Einige Online-Singlebörsen bieten die Freischaltung oder Suche von Profilen nur gegen Entgelt an.
Offline Singlebörsen findet man vor allem im TV-Videotext oder in Zeitungen bzw. Zeitschriften. Videotext-Börsen zeigen meist einen in der Zeichenanzahl begrenzten Text suchender Singles mit einer Chiffre-Nummer oder manchmal auch mit einer Telefonnummer. Die Börse ist nur die Plattform, auf der Singles Kontakte finden können. Die eigentlichen Flirts finden dann außerhalb dieser Plattform, meist in Form von SMS statt.
Singlebörsen in Zeitungen oder Zeitschriften stellen ebenfalls Kontakttexte flirtbereiter Singles zur Verfügung. Hier kann man sich entscheiden, ob man seine Anzeige mit oder ohne Bild, mit Chiffre oder Mailadresse aufgeben möchte. Wer lieber passiv als aktiv sucht, kann die Singlebörsen verschiedener Zeitungen oder Zeitschriften durchsehen. Vorteil: wenn eine Kontaktanzeige in einer bestimmten Zeitschrift, zum Beispiel einer Musikzeitschrift, einer Jugendzeitschrift o.ä. erscheint, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass auch sonst einige Gemeinsamkeiten vorhanden sind.
Flirten im Internet
Neben Online Singlebörsen bietet das Internet noch eine ganze Reihe anderer Kontaktmöglichkeiten. Nicht umsonst gilt dieses weltweite Kommunikations- und Informationsmedium auch als weltweit größte Singlebörse.
Internet-Flirts funktionieren nach eigenen Regeln. Sie können anonym ablaufen, müssen sie aber nicht. Den Grad der Anonymität kann jeder selbst bestimmen. In der Regel wählt man einen Nicknamen für sich, egal ob man sich in einer Singlebörse, einem Chat oder einer anderen Datenbank einloggen möchte. Allein dieser Name kann schon viel über die Absichten des Users aussagen. Kuschelmaus22 möchte mit großer Wahrscheinlich etwas anderes als Ramboxxx.
Je nach Vorlieben kann man sich also mit solch einem Nicknamen zum Beispiel in ein Chatsystem einloggen. Hier hat man in der Regel die Wahl zwischen verschiedenen Channels, deren Namen auch viel darüber verraten, was die User in diesem Channel erwartet. Heißt ein Channel Knuddelecke, ist dort mit Sicherheit eine andere Klientel zu erwarten als beispielsweise im Channel Seitensprung.
Egal für welchen Chat, welche Börse, welchen Nicknamen Sie sich entscheiden: auch bei Flirts im Internet gilt die Netiquette, also das Einhalten bestimmter allgemeiner Verhaltens- und Benimmregeln im Netz. Dazu kommen Verhaltensrichtlinien der einzelnen Dienstanbieter, an die sich jeder User zu halten hat.
Für Flirts im Internet gilt prinzipiell das Gleiche wie für herkömmliche Flirts: sie sind locker und unverbindlich, nur dann machen sie wirklich Spaß. Schreiben Sie keine ellenlangen Monologe, lassen Sie sich nicht ewig über Ihre letzte Beziehung aus. Es geht auch nicht darum, den am besten ausgefeilten Text zu finden. Schreiben Sie am besten, wie Ihnen der Schnabel gewachsen ist, umso natürlicher werden Sie bei Ihrem Gegenüber auch ankommen. Wenn Sie dann auch noch die folgenden Tipps beachten, steht einem erfolgreichen Internetflirt nichts mehr im Weg:
Fassen Sie sich kurz. Schreiben Sie kurze Nachrichten und kurze Mails. Alles andere ermüdet nur beim Lesen.
- Zeigen Sie Interesse an Ihrem Flirtpartner – aber nur, wenn Sie auch interessiert sind, natürlich. Stellen Sie Fragen und gehen Sie auch auf Antworten ein.
- Frechheit siegt. Ihr Gegenüber kennt Sie nicht, also können Sie auch ruhig mal frecher werden, als Sie es sich im realen Leben zutrauen würden. Auch eine gute Übung, um Ihr Selbstbewusstsein etwas zu stärken.
- Gehen Sie nicht auf Beleidigungen, Obszönitäten oder unseriöse Angebote von Fremdfirmen ein. Am besten, Sie melden solche Vorfälle dem Webmaster, er wird sich um alles Folgende kümmern.
- Geben Sie keine persönlichen Daten heraus. Genauso wie Sie sich hinter einer anonymen Mailadresse und einem Nicknamen verstecken können, können andere das auch. Zu Ihrer eigenen Sicherheit sollten Sie bei privaten Daten und auch Bildern Vorsicht walten lassen.
Partnervermittlung
Partnervermittlungen haben in den letzten Jahren an Zulauf verloren. Das liegt zum einen an der Konkurrenz Internet, zum anderen aber auch an einer Reihe unseriöser Anbieter, die die ganze Branche der Partnervermittler in Misskredit gebracht haben.
Wer eine Partnervermittlung zu Rate zieht und mit dem Auffinden geeigneter Partner beauftragt, sollte einige wichtige Punkte beachten, damit das Ganze kein finanzieller Reinfall wird. Wer die Dienste einer Partneragentur nutzt, muss beispielsweise einen Vertrag mit ihr abschließen. Und da lauern auch schon die ersten Fallen. Die Kosten können je nach Anforderungen und Agentur enorm hoch werden. Deshalb sollte der Vertrag genau regeln, welche Kosten bzw. wofür Kosten anfallen werden. Eine genaue Regelung, für welche Leistungen überhaupt bezahlt werden muss, erspart im Nachhinein Ärger und Rechtsstreitigkeiten.
Beratungsgespräche sollten zumindest am Anfang grundsätzlich kostenlos sein. In diesem Gespräch können und sollten Sie sich neben dem Vertrag auch erfolgreich abgeschlossene Vermittlungen zeigen lassen. Lassen Sie sich vor Ort zu nichts zwingen, schon gar nicht zu einer Unterschrift. Nehmen Sie den Vertrag stattdessen mit nach Hause und gehen Sie ihn dort Schritt für Schritt durch. Erst wenn Sie sich gut informiert fühlen und keine Fragen mehr offen sind, sollten Sie Ihre Unterschrift darunter setzen. Wenn Sie außerdem auf zusätzliche Leistungen wie einen Videodreh und dessen Kosten und auf eine Bezahlung nach Leistungserfüllung achten, dürfte zumindest das Geschäft mit der Partnervermittlung positiv verlaufen. Ein sicherer und seriöser Ablauf ist jedoch noch lange kein Garant dafür, dass Sie einen netten Partner kennen lernen.
Dating-Events
Dating-Events sind eine gute Alternative zu Partnervermittlungen oder Kontaktanzeigen. Im Rahmen verschiedener Veranstaltungen können flirtwillige Singles Gleichgesinnte treffen. Die meist entspannte, lockere Atmosphäre erleichtert erste Kontakte – vor allem weil man weiß, dass alle anderen Teilnehmer auch auf der Suche nach einem Partner sind.
Dating-Events gibt es für die verschiedensten Menschen und die verschiedensten Kontaktarten. Dating-Reisen oder Single-Ausflüge sind ebenso bekannt und beliebt wie beispielsweise Single-Parties, Running Dinner oder Speed-Dating.
Berühmt-berüchtigt sind Speed-Dating-Treffen. Sie finden meist in öffentlichen Cafés oder Restaurants statt. Bei dieser Veranstaltung hat jeder Teilnehmer in der Regel 5 Minuten Zeit, sein Gegenüber kennen zu lernen. Nach 5 Minuten ertönt eine Klingel und schon sitzt Ihnen ein neuer Single gegenüber. Im Anschluss kreuzt man auf vorbereiteten Kärtchen an, ob man einen der so vorgestellten Singles noch einmal wieder sehen möchte. Für Speeddates muss man sich im Vorfeld beim Veranstalter anmelden. Die Teilnahme daran kostet etwa 30-50 Euro.
Singlereisen und Single-Parties eignen sich mit Sicherheit dazu, mit Gleichgesinnten eine Menge Spaß zu haben. Egal ob beim gemeinsamen Kochen, gemeinsamer Freizeitgestaltung oder gemeinsamen Abenteuern: das Gemeinschaftsgefühl verbindet und etwas Adrenalin hat bei zwischenmenschlichen Begegnungen noch nie geschadet. Wichtig hierbei ist: gehen Sie nicht mit zu großen Erwartungen an die Veranstaltungen heran. Sie nehmen nicht daran teil, um sich einen Michelin-Stern zu erkochen, um Partykönig oder Partyqueen zu werden oder um allen zu zeigen, wie toll Sie Gruppen leiten können. In erster Linie sind Sie da, um Spaß zu haben und dabei neue Leute kennen zu lernen. Wenn sich daraus ein Flirt oder gar eine Beziehung ergibt – umso besser. Nur erzwingen sollten Sie nichts.
Alltag
Wissen Sie, wo sich die besten Flirtmöglichkeiten ergeben? Nein, nicht in der Singlebar oder im Internet. Der Alltag bietet die meisten und interessantesten Möglichkeiten zu flirten und sein Flirtpotenzial zu testen. Hier geht alles, vom unverbindlichen Kurzflirt an der Kasse oder der Ampel bis hin zu knisternder Erotik beim Konzert, im Supermarkt oder im Buchladen. Sie müssen sich nur trauen, die Gunst der Stunde zu nutzen und einfach drauflos zu flirten. Mit etwas Überwindung und Selbstvertrauen werden Sie ganz schnell merken: Flirten im Alltag macht Spaß und verbessert die Laune nachhaltig. Manchmal verhilft auch Kommissar Zufall zu interessanten und witzigen, spannenden und faszinierenden Begegnungen. Halten Sie Augen und Ohren auf und staunen Sie, wie einfach und leicht es sein kann, Flirts zu beginnen.
Flirt-Treffpunkt Nummer eins ist der Supermarkt. Zwischen Obst und Gemüse, Tiefkühler und Kaffeespezialitäten trifft man die unterschiedlichsten Menschen zu den unterschiedlichsten Zeiten. Vorteil: ein unverbindlicher Flirt ist jederzeit möglich und man erhält mit einem Blick in den Einkaufswagen (sofern vorhanden) gleich mal einen Eindruck, was für ein Mensch vor einem steht.
Neben dem Supermarkt auch sehr beliebte Flirt-Treffpunkte: der Park (JoggerInnen und GassigeherInnen), der Waschsalon, die Tankstelle, die Disko bzw. Bar, das Straßencafé usw. Interessant sind auch Flirt-Treffpunkte wie Flohmärkte, das Fußballstadion, ein Konzert, die Buchhandlung, der Szene-Friseur, Bus- und Bahn-Haltestellen, das Fitness-Studio, ein Museum und vieles mehr. All diese Orte bieten gute Möglichkeiten, mit anderen Menschen in Kontakt zu treten und leicht ein Gesprächsthema zu finden. Probieren Sie es aus! Sie vergeben sich nichts dabei und im schlimmsten Fall wissen Sie: den Anderen sehen Sie nie im Leben wieder.
Flirttipps
Schon wieder Flirttipps, die man tausendfach von besorgten Müttern und hilfreichen Freunden gehört hat, denken Sie? Nun ja, das Rad kann man nicht neu erfinden. Und die Regeln zum Kennenlernen anderer Menschen ändern sich so schnell nicht. Trotzdem haben wir versucht, wirklich hilfreiche Informationen und Tipps zum Thema zusammenzustellen. Und so erfahren Sie auf den nächsten Seiten das Wichtigste darüber, wie man ins Gespräch kommt und auch dort bleibt, was beim ersten Date zu beachten ist und was danach folgt bzw. folgen kann.
Ins Gespräch kommen
Die wohl schwierigste Frage beim Flirten lautet: Wie komme ich ins Gespräch? Was muss ich tun (oder unterlassen), damit ich von anderen Menschen angesprochen werde? Und wie geht man am besten vor, wenn man selbst jemanden ansprechen möchte?
Untersuchungen belegen, dass in den meisten Fällen Männer den ersten Schritt wagen und Frauen ansprechen. Unzählige Frauen gehen tagtäglich durchs Leben, in ein Café oder mit Freunden aus, mit dem Gedanken: „Kann mich bitte mal jemand ansprechen?“. Dabei ist der Schritt zum selbst ansprechen gar nicht so groß. Allein der Alltag bietet schon genügend Möglichkeiten für einen Kurzflirt. Wenn Sie das nächste mal mit ihrem Hund Gassi gehen, bitten Sie doch den nächsten nett aussehenden Menschen darum, ihren tierischen Liebling mal kurz zu halten. Wenn Sie in einem Restaurant sitzen, dann bitten Sie doch den interessanten Typen oder die aufregende Frau vom Nachbartisch, Ihnen mal die Speisekarte zu reichen, Salz oder Pfeffer zu leihen usw. Sie werden sehen: allein diese kurzen Kontakte, auch wenn daraus vielleicht kein Flirt wird, verbessern bei einem Lächeln oder einem netten Wort Ihre Laune, steigern das Selbstbewusstsein, beflügeln. Wenn Sie es dann noch schaffen, an den ersten Kontakt anzuknüpfen, sind Sie schon fast ein Flirt-Profi.
Tipp: Variieren Sie doch Ihre “Flirttechnik“ etwas. Werden Sie auch ruhig mal frech (aber nur, wenn Sie sich danach fühlen, sonst wirkt das künstlich), fordernd, schüchtern oder selbstbewusster. Achten Sie auch auf nonverbale Flirtsignale: Haben Sie Augenkontakt? Flirtet Ihr Gegenüber Sie vielleicht sogar auf diese Weise intensiv an? Dann nichts wie hin und ansprechen! Und versuchen Sie, auch wenn Sie zum Beispiel mit Ihrer Clique ausgehen, auch mal allein auf der Tanzfläche oder an der Bar zu stehen. Viele Männer haben nämlich nicht den Mut, die Flirtinitiative zu ergreifen, wenn eine Frau umgeben von ihren Freundinnen ist, obwohl sie eigentlich interessiert wären. Das gleiche gilt auch andersherum: Frauen sprechen Männer sowieso schon recht selten an. Noch seltener passiert das aber, wenn „Er“ sich den ganzen Abend mit seinen Kumpels umgibt. Die Hemmschwelle und die Angst, sich gleich vor einer ganzen Gruppe Männer zu blamieren, ist einfach zu groß.
Im Gespräch bleiben
Das Ansprechen ist nur der erste Schritt zum Flirterfolg. Jetzt gilt es, das Gespräch in Gang zu halten und so interessant zu gestalten, so dass der Andere sich gern noch einmal mit Ihnen treffen möchte. Ganz wichtig: heucheln Sie kein Interesse. Sie haben es auch nicht nötig, Ihre Persönlichkeit, wie so oft empfohlen, hinten an zu stellen und lediglich auf die Antworten Ihres Gegenübers zu lauern.
Im Gespräch zu bleiben ist eigentlich ganz einfach. Einer der wichtigsten Grundsätze lautet: keine ja/nein Fragen stellen. Wer solche Fragen vermeidet, zwingt den Flirtpartner quasi dazu, leine ängere Auskunft zu geben. Auf diese Weise kann ganz natürlich ein Gespräch entstehen und sich fortsetzen. Wenn Sie herausfinden, was Ihr Gegenüber gut kann oder wofür er bzw. sie sich interessiert, können Sie auch daran gut anknüpfen.
Übrigens: es lohnt sich überhaupt nicht, aus purer Höflichkeit die stupiden Monologe eines Flirtpartners zu ertragen. Dann verabschieden Sie sich lieber von ihm/ihr oder machen Sie klar, dass Sie kein Interesse an einem weiteren Kontakt haben.
Das erste Date
Das erste Date ist immer etwas ganz Besonderes, egal wie alt man ist. Vorfreude und Neugier macht sich breit, es kribbelt und prickelt bis in die Fingerspitzen. Männer machen sich vor dem ersten Date in der Regel viel weniger Gedanken als Frauen. Während Frauen sich fünfmal umziehen, die Frisur dreimal ändern, das Make-up besonders sorgfältig auftragen usw. und dabei im Kopf tausendmal durchgehen, was alles gesagt werden, was alles passieren könnte, geht ein Durchschnittsmann normalerweise einfach hin und schaut, was kommt.
Vor dem ersten Date steht meist ein Telefonanruf. Und wer kennt sie nicht, die furchtbar quälenden Worte „ich ruf dich dann mal an“. Wer clever ist und keine Lust auf Warten hat, lässt sich die Telefonnummer vom Gegenüber geben und ergreift selbst die Initiative. Setzen Sie ihren Flirt ruhig am Telefon fort. Das macht Lust auf ein Treffen und eine Fortsetzung des reizvollen Spiels mit dem Feuer.
Übrigens. Am lockersten sind Sie beim ersten Date, wenn Sie sich in gewohnter Umgebung aufhalten. Also schlagen Sie ruhig Ihren Stammitaliener, ihr Stammcafé oder eine nette Bar als Treffpunkt vor. Kleiden Sie sich dem Anlass entsprechend. Wenn Sie zusammen ins Kino gehen, kleiden Sie sich natürlich anders als für ein Candlelight-Dinner in einem gehobenen Restaurant. Und bei den Gesprächsthemen sollten Sie vielleicht schwierige Themen wie Politik oder wirtschaftliche Vorgänge eher meiden (es sei denn, Sie arbeiten in diesen Bereichen). Versuchen Sie stattdessen, etwas über Ihr Gegenüber herauszufinden – aber ohne ihn oder sie einfach auszufragen. Schließlich wollen Sie doch auf möglichst charmante Art herausfinden, mit wem Sie es hier zu tun haben und ob sich eine zweite Verabredung lohnt.
Nach dem ersten Date
Je nachdem, wie das Date gelaufen ist, entscheidet sich natürlich auch, wie es danach weitergeht. Eine Menge Regeln kursieren darüber, wie man sich dabei zu verhalten hat, was wann erlaubt ist usw. Aber wer sagt eigentlich, dass ein Kuss erst nach dem zweiten Date erlaubt ist? Wer bestimmt, wann Sie bereit dafür sind, mit jemandem ins Bett zu gehen?
Letztlich gibt es zwar Verhaltensregeln, die unter Freundinnen oder Freunden, von Mutter zu Tochter oder von Vater zu Sohn weitergegeben werden. Aber niemand kann Sie zwingen, sich auch daran zu halten. Folgen Sie lieber Ihrem Bauchgefühl! Was sagt ihr Herz? Was ihr Verstand? Lohnt es sich? Sollten Sie?
Aber was passiert, wenn der Abend oder der Tag nicht ganz so optimal verlief? Niemand kann vorhersagen, wie ein Flirt ausgeht, wo er endet. Eine Person trifft vielleicht per Zufall ihren Traumpartner, andere erleben einen Reinfall nach dem anderen. Gerade das Spontane ist es, das Flirts ausmacht. Und leider gibt es keine Garantie für Flirtfunken und prickelnde Erotik. Vielleicht stellen Sie auch einfach fest, dass sie nicht zueinander passen. Vielleicht langweilt oder nervt Sie Ihr Gesprächspartner sogar? Dann sagen Sie fair Goodbye und machen Sie klar, dass Sie keine weiteren Treffen wünschen. Leider gibt es relativ aufdringliche Menschen, die eine Andeutung nicht verstehen: diesen Menschen müssen Sie wirklich ins Gesicht sagen, dass Sie sie nicht mehr wieder sehen möchten. Sonst werden Sie immer wieder das „Vergnügen“ dieser Bekanntschaft genießen können.
Flirtratgeber
Flirtratgeber gibt es wie Sand am Meer. Das Thema beschäftigt schon immer viele Menschen vom Teenager bis hin zum Pensionär. Auf eine entsprechende Auswahl kann man, je nach „Zielgruppe“, zurückgreifen. Da gibt es Ratgeber für Teenager, Ratgeber für allein erziehende Mütter, Männerratgeber, Sexratgeber, Onlineratgeber und Unmassen von Büchern zum Thema. Viele dieser Ratgeber enthalten trotz ihrer Anpassung auf eine „Zielgruppe“ denselben Inhalt: immer wieder geht es um Körpersprache, die (vermeintlichen und tatsächlichen) Unterschiede zwischen Männern und Frauen, was man beim ersten Date darf und was man bei einem One-Night-Stand beachten sollte. Inwiefern die Anschaffung einer oder mehrerer solcher Ratgeber sinnvoll ist, soll jeder für sich entscheiden.
Wer konkrete Hilfe oder gar Handlungsanweisungen benötigt, ist mit einem Flirtcoach wahrscheinlich besser bedient. Auch hier gibt es wahre Spezialisten: Coaches für Männer und Frauen, für Behinderte und Schüchterne, Don Juans oder Don Quichotes. Flirtcoaches betreuen einen Kunden individuell, angefangen von einer Stil- und Kleidungsberatung über ein Verhaltenstraining bis hin zum praktischen Versuch und der Auswertung dessen. Wer wirklich extrem unsicher ist, nicht weiß, warum Flirtversuche bisher scheiterten oder wer einfach überhaupt nicht weiß, wie flirten geht, ist mit einer solchen Serviceleistung gut beraten.
Flirten weltweit
Andere Länder – andere Sitten. Was bei uns als harmloser Flirt gilt, kann in einigen Ländern schon zur Verheiratung der Flirtpartner führen, damit die Ehre gerettet ist. So ist es zum Beispiel durchaus üblich, in Urlaubsregionen weltweit relativ offen und frei zu flirten, aufpassen sollte man aber bei Flirts mit Einheimischen. Hier kommt es häufig zu Missverständnissen, die einen bisher schönen Aufenthalt trüben können.
In der Türkei, beispielsweise, wird vor allem in den Urlaubsregionen der türkischen Riviera geflirtet was das Zeug hält. Egal ob Türke oder Deutscher, Französin, Russin oder Engländer: alle flirten miteinander, gehen Urlaubsliebschaften und Verbindungen auf Zeit ein. Bis auf wenige Ausnahmen gibt es hier auch unter den Urlaubern keine Probleme. In Spanien, Italien und einigen anderen südlich gelegenen Ländern gehört Flirten quasi zur Landeskultur. Flirts sind Alltag und gehören zum Leben dazu. Kaum jemand begeht dort den Fehler, einen kleinen Flirt über zu bewerten oder dafür gar sein altes Leben aufzugeben.
Ganz anders die asiatischen Staaten: Hier herrscht zumindest nach außen eine Kultur von Höflichkeit und Anstand. Mädchen werden beispielsweise auch heute noch in vielen asiatischen Staaten zu Schüchternheit erzogen. In Japan gibt es sogar ein Gerät, dass es Mädchen und Frauen erlaubt, über Spiegelmechanismen mit Männern oder auch anderen Frauen zu kommunizieren, wenn sie zu schüchtern für einen direkten Kontakt sind.
In islamisch geprägten Staaten sollte man bei Flirts mit Einheimischen aufpassen, schnell kommt es zu Missverständnissen. Ein zu intensiver Augenkontakt, ein freundliches Lächeln kann bei konservativen Moslems schon Anlass für einen Heiratsantrag sein. Freier erzogene Einwohner muslimisch geprägter Staaten flirten wie wir Westeuropäer auch, und das sogar ziemlich exzessiv. Allerdings gehen diese Flirtversuche sehr schnell oder sie verlagern sich wie auch in China ins Internet, wo boomende Singleseiten alles bieten, was das Flirterherz begehrt.




